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curlyfarmdog.info 

Zukunft der Zuchttätigkeit im DS.FD.G.e.V. unter dem Aspekt des Inzuchtkoeffizienten bzw. des Ahnenverlustkoeffizienten

Der Danish-Swedish Farmdog wurde aus einer kleinen Population heraus wieder entwickelt. Das Zuchtbuch in Schweden ist bereits geschlossen. Das bedeutet, dass in Schweden keine Hunde ohne Stammbaum in die Zuchtbücher mehr aufgenommen werden. Das Zuchtbuch in Dänemark ist noch offen, unser auch, um Hunde ohne Herkunftsnachweis über eine Phänotypbestimmung in das Zuchtbuch aufzunehmen.

Die Züchter des VDH und Züchter aus Dänemark und Schweden, Norwegen und Finnland, die Mitglieder in Klubs sind, die dem FCI angehören, dürfen ihre Rüden nicht anderen Züchtern, die aus Klubs stammen, die nicht dem FCI angehören, zur Verfügung stellen.

Inzwischen wird es auch schon schwierig, in unserem Verein Fremdverpaarungen anzubahnen.

Was bedeutet das für unsere Zuchttätigkeit?

Wir möchten unsere Population möglichst erbgesund halten. Deshalb müssen wir darauf achten, dass die Zuchthunde, die verpaart werden sollen, nicht zu eng verwandt sind. Also müssen wir Zuchttiere aus den Ursprungsländern mit „frischen“ Genen importieren. Aber grundsätzlich sind bereits jetzt viele DS.FD.`s miteinander verwandt!

Der Kynologe Hans Räber mahnt schon 1993 in seiner Enzyklopädie der Rassehunde:

Trotzdem ist der weitere Weg zur durchgezüchteten Rasse nicht ohne Gefahren: Die relativ kleine Zuchtbasis und die darauffolgende enge Zucht werden … vorhandene genetische Defizite unbarmherzig aufdecken.

Uns ist ein erbgesunder Farmdog mit all seinen hervorragenden Eigenschaften wichtig!

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Deshalb haben wir als Vorstand beschlossen ein zweites Zuchtbuch zu eröffnen. Wir entwickeln den „Curly Farmdog“ als Hybridrasse aus Zwergpudel bzw. Kleinpudel (Schulterhöhe gemäß unserer Zuchtordnung) und Danish-Swedish Farmdog.

Weshalb ist die Wahl auf den Zwergpudel bzw. Kleinpudel gefallen? Auf keinen Fall aus kommerziellen Gründen oder weil der Pudel zurzeit in Mode ist (das erschwert eigentlich die Durchführung unseres Programms, weil es schwerer ist, gute Exemplare für die Zucht zu finden). Er passt einfach aus unserer Sicht am besten zu unserer Rasse.

(Siehe auch Rassebeschreibung als Link.)

  • Wir werden oft angefragt, dass der Danish-Swedish Farmdog als Therapiehund eingesetzt werden soll, bzw. ob er für Allergiker geeignet wäre. Grundsätzlich ist unsere Rasse sehr gut dafür geeignet, aber Kurzhaarhunde haaren ganzjährig. Dies kann den Einsatz einschränken bzw. sie können für Allergiker nicht geeignet sein. Der Pudel eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften ebenfalls als Therapiehund und haart nicht und kommt u.U. für Allergiker in Frage. Aber es werden verschiedene Haartypen auftreten, manche werden trotzdem Haare verlieren.
  • Der Pudel gehört der FCI-Gruppe 9 „Gesellschafts- und Begleithund“ an.
  • Der Zwergpudel/Kleinpudel ist von Größe und Statur dem DS.FD. ähnlich. Natürlich gibt es auch Unterschiede (z.B. Brustbreite, Rutenhaltung, Kopfform)
  • Der Pudel ist in der Regel intelligent (er wurde als zweitintelligenteste Rasse getestet) und hat ein offenes und liebes Wesen und gilt als Anfängerhund und als leicht erziehbar.
  • Es gibt eine gesicherte Population an Pudeln weltweit, so dass eine Genvielfalt beim „Curly Farmdog“ auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Es gibt ausreichend Deckrüdenbesitzer, die ihre Pudel auch für Fremdrassen zur Verfügung stellen.
  • Es können vorerst alle Farbschläge des Pudels eingesetzt werden. Jedoch die Farbe Merle ist untersagt, da keine gesicherten Erkenntnisse im Zusammenspiel mit dem Scheckungsgen vorliegen. Es könnten Erbkrankheiten auftreten, die an das Merle-Gen gekoppelt sind. Wir wollen erbgesunde Hunde haben und verzichten deshalb auf diese Farbe! Im weiteren Verlauf des Zuchtprogramms sollten Hunde mit dem Scheckungsgen des DS.FD. verwendet werden, wenn das gelockte Haarkleid als Merkmal gefestigt ist.
  • Der Effekt von Kreuzungen zweier reinrassiger Hunde ist biologisch gesichert. Man nennt ihn Heterosis. Wenn Vertreter zweier genetisch abgeschlossener Populationen gekreuzt werden, verfügen die Nachkommen der ersten Generation über eine gesteigerte Fitness und Lebenserwartung. Dieser Effekt kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn die Ausgangsrassen von Körperbau und Wesen gut zueinander passen, wirklich reinrassig sind und darüber hinaus beide aus gesunden Linien ihrer Rasse stammen. (Quelle: Ratgebermagazin Zooroyal) Dieser Effekt ist jedoch nicht erblich.

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Welche Nachteile gibt es beim Einsatz des Pudels als Hybridrasse für den DS.FD.?

  • Beim Pudel gibt es spezifische Erbkrankheiten – Gegenmaßnahme: Alle Hunde, für die eine Zuchtzulassung beantragt werden soll, müssen entsprechende Untersuchungen und Gentests nachweisen z.B. das Pudel-Paket von Laboklin und zwingend ein DNA-Profil vorweisen, damit Welpen zweifelsfrei Elterntieren zugewiesen werden können. Wir orientieren uns dabei an der Zuchtordnung des PZV 82 e.V. (VDH) für Pudel.
  • Die Fellpflege bekommt einen anderen Stellenwert – gelocktes, gewelltes oder rauhes Fell muss gekämmt und geschoren bzw. geschnitten oder getrimmt werden.
  • Der Pudel war ursprünglich ein Apportierhund. Mitunter gibt es jagdfreudige Exemplare (so wie es die aber auch beim DS.FD. gibt).
  • Züchter, die sich an diesem Programm beteiligen, müssen mit heftigen Reaktionen von anderen Züchtern, vor allem von Züchtern, die dem FCI angehören, rechnen. Wir als Vorstand und Verein sowieso.
  • Das Programm ist auf viele Jahre ausgelegt. Das Ziel ist es, einen gelockten Farmdog mit all seinen guten Eigenschaften zu erhalten. Das bedeutet intensive Zuchtarbeit und engmaschige Kontrolle und Führung durch den Vorstand und der Zuchtleitung. Schnelle gefestigte Zuchtergebnisse wird es nicht geben und mit Rückschlägen muss gerechnet werden. Voraussichtlich werden die Fellstrukturen der ersten Generationen sehr unterschiedlich ausfallen und können mitunter nicht vorhersehbar sein.

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Alle Curly Farmdogs, die kontrolliert in unserem Verein gezüchtet werden, erhalten eine Registercard mit dem Zusatz RIEX bis in die 3. Generation. Reinrassige DS.FD. s und Pudel werden gekennzeichnet, ebenso die F1 bis F3 Generation. Ab der 4. Generation werden die Hunde als „Curly Farmdog“ bezeichnet und sind als reinrassige Varietät des Danish- Swedish Farmdogs zu betrachten.

Der "RIEX" Stammbaum:

RIEX bedeutet "Registration Initial et EXperimental" zu Deutsch etwa "erstmalige und experimentelle Registrierung". Auch diese Variante enthält in der Regel vier Generationen der Vorfahren, so sie bekannt sind. Das "EX" steht für Rasse- oder Farbkreuzungen, die genehmigungspflichtig sind.

Auch DS.FD. s ohne lückenlosen Nachweis von 3 Generationen, haben bisher das RIEX erhalten. Mit diesen Tieren darf genehmigungsfrei gezüchtet werden, wenn eine Zuchtzulassung vorliegt.

Die Tiere werden im sog. Experimentalstammbuch geführt und das "RIEX" weist darauf hin, dass die Zuchtrichtlinien im Sinne der Reinzucht einer Rasse nicht eingehalten worden sind. Mit diesen Tieren darf im Normalfall weiter gezüchtet werden. Ihre Nachkommen tragen aber bis in die dritte Generation das RIEX mit sich.

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Link / Rassebeschreibung / Pudel / Zwergpudel:

https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hunderassen/zwergpudel/

https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hunderassen/pudel/

 

 

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